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Gliederung und Aufteilung der Mikrorganismen

Mikroorganismen sind kleine Lebewesen, die wir nicht sehen können. Sie sind ca. 80% der Lebewesen der Erde. Der erwachsene Mensch hat ca. 1,5 kg Mikroorganismen. Es gibt viele Millionen Arten, aber nur wenige sind die Bestimmenden.

Die Forschung hat ergeben, daß sich die Mikroorganismen in Gute (synthetisierend organisch und fermentativ - aufbauend), Schlechtere (anorganische Produkte und Fäulnis - abbauend) und Neutrale aus der Sicht der biologischen Wertigkeit und Verfügbarkeit gliedern lassen. Die wesentlichen Bestimmenden machen weniger als 1% der Arten aus.

  • Dominant positive Mikroben (aufbauende aerobe und anaerobe Mikroorganismen)
  • Opportunistische Mikroben (Mitläufer)
  • Dominant negative Mikroben (abbauende aerobe und anaerobe Mikroorganismen)

Prozesse aerob und anaerob

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Vergleicht man sie mit dem Aufbau einer Gesellschaft, so sind nur wenige die Führenden und der Rest sind Mitläufer, die sich je nach Machtstruktur der “rechten” oder “linken” Seite folgen. Die rechte und die linke Seite hat wiederum positive und negative Elemente. Das macht die Nutzung der Mikroorganismen sehr einfach. Ist eine dominante Kultur einmal etabliert und stimmen die Rahmenbedingungen (Milieu), so folgen ihnen die 99% der Mitläufer. Mit den EM Urlösungen wechseln wir die anaerobe Führungsspitze aus und mit den weiteren Produkten unterstützen wir sie.

Wer sind die fördernden und zerstörenden Mikroorganismen? Um diese Frage genauer beantworten zu können, müssen wir uns den Hauptkreislauf des Lebens betrachten.

Die ersten Organismen der Erde waren die, die ohne Sauerstoff auskamen, also es wurden anaerobe Energiekreisläufe genutzt. Sie produzierten als Abfallprodukt unseren Sauerstoff und waren fermentativ ausgerichtet (Sauerkrautprinzip). Parallel dazu bildeten sich aerobe Mikroorganismen, die den Sauerstoff als Energiequelle nutzten. Die Temperatur sank, das Wasser kondensierte und die Sauerstoffatmosphäre bildete sich. Es entstand Schritt für Schritt ein neues Gleichgewicht an aeroben Kulturen.

Der aerobe und anaerobe Kreislauf hat einen lebensfördernden (Fermentation und kontrollierte Oxidation) und einen zerstörenden Weg (Fäulnis und übermäßige Oxidation) .  Sind die Gleichgewichte mehr in negativer Richtung verschoben, so laufen die Prozesse der teilweisen bis vollständigen Minerallisierung (CO, CO2 und Fäulnis) ab. Die Oxydationsprozesse ohne Mikroorganismen erzeugen anorganische Stoffe, die erst wieder über die Photosynthese (meisten 1% Wirkungsgrad) zu organischen Produkten entwickelt werden. Die aerobe Umsetzung über die anorganische Materie produziert lösliche anorganische Nährstoffen und verbrennt viel Energie. Auch der fermentative Abbau ohne Sauerstoff kann den schädlichen Weg über die Fäulnis (z.B. Gülle, Abwasser) gehen. Die Natur nutzt vorrangig die kreislaufunterstützende Methoden. Unsere Industrieprozesse können diese Methode nur bedingt unterstützen. Oft wirken die Prozesse nur einseitig..

Heute wird zusätzlich CO2 durch Industrieprozesse produziert und die Chemie zerstört unsere natürliche Lebensschicht (Humusschicht). boden.jpg (Spiegel 2004) Das Milieu der nützlichen Helfer (Mikroorganismen) wird immer mehr zerstört. Im Magen-Darm Bereich der Pflanzen die Wurzelzone werden die Prozesse nicht mehr ausreichend mikrobiell unterstützt. Die lebensfördernden Abläufe gehen über die Fermentation. Hierbei sind die Abbauprozesse energieschonender, höherwertige organische Stoffe entstehen.

Fakten über Mikroorganismen

  1. Mikroorganismen erschienen auf der Erde erstmals vor ca. 3.8 Milliarden Jahren - zum Vergleich: der moderne Mensch trat erst vor etwa 130.000 Jahren auf die Bühne des Lebens.
  2. Mikroorganismen sind unerläßlich zur Erhaltung des Lebens auf unserem Planeten.
  3. Mikroorganismen übertreffen alle anderen Spezies bei weitem an Zahl und stellen den Löwenanteil an lebender Materie.
  4. Etwa 80% der Biomasse unserer Erde wird durch Mikroorganismen dargestellt.
  5. Weniger als 0,5% der geschätzten 2 bis 3 Milliarden Spezies der Mikroorganismen wurden bislang entdeckt und klassifiziert.
  6. Mikroorganismen treiben die für das Lebens auf unserem Planeten wichtigen geochemischen Stoffumsetzungen an und beeinflussen das globale Klima.
  7. Die mikrobielle Verstoffwechselung/Umsetzung/Verdauuung kritischer chemischer Elemente wie Kohlenstoff oder Stickstoff trägt dazu bei, die Erde bewohnbar für alle anderen Lebewesen zu halten.
  8. Mikroorganismen erzeugen mindestens die Hälfte des elementaren Sauerstoffs (O2) des Planeten.
  9. Mikroorganismen gedeihen in einer erstaunlichen Vielfalt unterschiedlichster Habitate, sowohl in extremer Hitze, Kälte, Strahlung, Druck, Dunkelheit, als auch in salziger, saurer und alkalischer Umgebung. Oft leben sie da, wo kein anderes Leben existieren kann und beziehen ihre Nährstoffe ausschließlich aus anorganischem Material (Siehe hierzu auch: Extremophile).
  10. Die ungewöhnlichen Fähigkeiten von Mikroorganismen spiegeln sich in der Vielfalt der ökologischen Nischen wider, die sie besetzen können. Diese wiederum könnten sich als Quelle für noch unbekannte Gene und Organismen erweisen, die wertvoll für Gebiete wie der Biotechnologie (siehe hierzu z.B.: Polymerase), Energiegewinnung, biologischer Abbau von Abfall und Schadstoffen u.v.m.
  11. Die Zusammensetzung bzw. die Änderung des Artenspektrums eines Biotops (engl.: diversity pattern = "Vielfältigkeitsmuster") kann zur Überwachung der Umwelt (engl.: monitoring) bzw. zur Vorhersage von Änderungen in einem Ökosystem genutzt werden.
  12. Mikroorganismen stellen die Wurzeln des Stammbaums des Lebens auf der Erde dar.
  13. Die Genome von Mikroorganismen sind von bescheidener Größe und daher relativ einfach zu erforschen: gewöhnlich bestehen sie aus nicht mehr als 10 Millionen DNA-Basen, im Vergleich zu den etwa 3 Milliarden Basen des Genoms von Menschen oder Mäusen.
  14. Mikrobielle Lebensgemeinschaften sind hervorragende Modelle für das Verständnis biologischer Wechselwirkungen (in Ökosystemen) und der Evolution.
  15. In einem einzigen Gramm menschlichen Stuhls befinden sich etwa 100 000 000 000 Mikroorganismen, von denen normalerweise aber kein einziger einen gesunden Menschen krank macht.
  16. Gesunde Menschen haben alle nahezu den gleichen Besatz von Mikroorganismen in Darm, Mund und Nase sowie auf der Haut usw.
  17. Bald nach dem Tod werden Mensch und Tier von den eigenen Darmmikroorganismen aufgefressen; die intakten Schleimhäute lebender Organismen schützen sie vor den gefräßigen Bakterien im Darm.
  18. Die meisten Mikroorganismen verursachen keine Krankheiten.