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Biotop Mensch: Im Darm leben über 400 Bakterienarten, die zu den Anaerobiern gehören, also ohne Sauerstoff existenzfähig sind. Eine gesunde Darmflora und deren Millieu stellt einen Schutz gegen Krankheitserreger dar. Störungen des Gleichgewichts der Darmflora (Dysbakterie) treten täglich durch Schadstoffe auf. Die Darmflora funktioniert wie eine lernfähige Barriere (Firewall), die sozusagen an Ort und Stelle bekämpft. Sie soll alle Schadstoffe erkennen und abhalten. Mittlerweile sind ca. 100.000 neue synthetische Stoffe bekannt, die ihre Wirkung hinterlassen. Der Dünndarm (Peyer-Plaques) mit seinen vielen Schleimhautzotten hat eine sehr große Oberfläche. Deshalb spielt er bei der Immunabwehr auch eine zentrale Rolle. Bis zu 80 Prozent der antikörperproduzierenden Zellen befinden sich in der Darmwand.
Bei kaum einen Menschen ist dessen Darmflora und das Millieu noch In Ordnung. Meist haben sich die Pilze im geänderten Millieu durchgesetzt. Sie behindern nicht nur den Darm, sondern selbst die inneren Organe wie Lymphsystem, Leber, Mandeln und Milz sind betroffen. Bei Stuhluntersuchungen gab es 97,5% Überwucherungen mit Pilzen, Fremdbakterien und Krankheitserregern. Die Analyse ergab, dass 1462 von 1500 Personen betroffen waren.
Die Medizin entwickelt Medikamente, die wie Parasiten, Pilze oder Viren das Immunsystem umgehen, um an den Zielort zu gelangen. Die Ernährungsindustrie entwickelt Konservierungen für den Schutz der Nahrung. Der Preis zeigt sich im Körper. Zu viele “Schadstoffe” wirken abbauend und aus der Sicht der Mikroben behindernd oder abtötend. Die biologische Barriere Darmschleimhaut wird durchlässiger und im Körper verändert sich die strukturelle Ordnung zum Negativen.
© Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim und ergänzt
Ausgangssituation: Das Zusammenwirken der Bakterienstämme in der Darmflora funktioniert zu 60-80% nicht mehr optimal. Da unsere Lebensmittel intensiv konserviert werden, führen wir den Darm diese Konservierungsstoffe auch zu. Die Wirkstoffe wirken im Darm weiter und stören die Verarbeitungsprozesse und viele Mikroben sterben ab. Hier sollten die entstandenen Defizite kompensiert werden. Ökologischer Landbau werben oft mit den Zusätzen:
- Verzicht auf chemische Pestizide; dadurch werden Rückstände in Lebensmitteln reduziert
- Artgerechte Tierhaltung; dadurch werden vorbeugende Medikamente überflüssig
- Tierhaltung weitgehender Verzicht auf Antibiotika;
- Keine Gentechnik und keine Bestrahlung; dadurch werden mögliche Verbraucherrisiken vermieden
- keine Verwendung leicht löslicher mineralischer Düngemittel; dadurch gelangt weniger Nitrat ins Trinkwasser und Gemüse
- keine Verwendung von chemisch-synthetischen Wachstumsregulatoren oder von Hormonen; dadurch werden mögliche Verbraucherrisiken vermieden
Ökologische Hersteller werben oft mit den Zusätzen:
- Auf Schönungsmittel, Konservierungsstoffe, künstliche Farbstoffe, Aromen oder gentechnisch veränderte Zusatzstoffe wird bei der Verarbeitung verzichtet.
- Von den in der Lebensmittelverarbeitung zugelassenen rund 400 Zusatzstoffen dürfen im Ökobereich nur etwa ein Zehntel verwendet werden.
Wikipedia schreibt zur Konservierung: Die Konservierung verhindert oder verzögert auf physikalische und auch chemische Weise Zerfallsprozesse, die durch Austrocknung oder Quellung, Oxidation, Enzymreaktionen oder Mikroorganismen wie Schimmel- und Hefepilze oder Fäulnisbakterien hervorgerufen werden. Man sieht es daran, dass heute eine Salami-Scheibe nicht mehr schlecht wird, sondern austrocknet.
Hinzu kommt, das immer öfter leichte bis starke Antibiotika verwendet werden, die eine Resistenz der Krankheitserreger nach sich ziehen. Dabei wird die Darmflora stark im Mitleidenschaft gezogen und die Stoffwechselvorgänge funktionieren anschließend schlechter. Der Darm kann seiner Funktion als Immunorgan nicht mehr vollständig gerecht werden.
Die geschädigte Darmflora ist anfälliger und es kommt zur Fehlbesiedlung der Darmschleimhaut (Dysbakterie). Durch Messung des Enzündungsmarker der Darmschleimhaut ist dies feststellbar. Kommt dazu Fäulnis, so deutet dies auf Probleme im Eiweißstoffwechsel hin. Meist sind nicht ausreichend Aminosäuren vorhanden. Der Mensch benötigt 20 Aminosäuren für den Eiweisstoffwechsel. Viele Menschen klagen über Heizhunger auf Zucker. Hier zeigt sich, dass möglicherweise Pilze verstärkt vorhanden sind. Auch die Parasiten sind ein ständiges Problem. So wie Pilze können sie sich verstecken und unser Immunsystem teilweise ausschalten. In der Praxis zeigt sich, dass die Einnahme von Vitaminen und Mineralien oft zu wenig Verbesserungen bringt. Die Proteine und die Darmflora werden oft vergessen. Sportler denken an die Proteine jedoch zu wenig an ihre Darmbakterien.
Die Unterstützung der Darmflora mit Probiotika und Antioxydantien ist eine einfache Methode, um die Schnittstelle zwischen Außen- und Innenwelt schnell zu verbessern. Durch die Zugabe oder das Essen der Topinamburknolle wird eine schnelle Besserung erreicht.
Etwas aufwendiger ist Durchführung von Reinigungskuren. Alle drei Jahre sollte man dies tun, da damit eine Komplettreinigung durchgeführt wird. Dies sollte unter Anleitung und in Rücksprache mit ihren Arzt oder Heilpraktiker erfolgen. Zu beachten sind bei der Reinigung die Reihenfolge des Vorgehens.
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