Biotop Mensch - Oxidativer Stress
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Was ist oxidativer Stress und was bewirkt er?

Definition: Es ist ein Übergewicht an oxidativen Prozessen mit freier Radikale-Bildung gegenüber antioxidativen Mechanismen der Kompensation mit Antioxidantien.
Wirkung: Störung der Verdauung, des Mikrolebens, der mitochondrialen Atmungskette und elektrochemischen Statik durch den erhöhten Energiebedarf und die erhöhte Energiezufuhr.
Ausmaß: Die Radikalbildung wiederum ist abhängig von der

  • Funktionsfähigkeit und den guter Wirkungsgrad der Schleimhaut der Darmflora - ausgeglichenes Säure-Basen-Gleichgewicht
  • ausreichende Bereitstellung von Sauerstoff, Proteine - Aminosäuren, Vitaminen; Mineralien und Spurenelementen in den Zellen - keine Nährstoffverlust durch Pilzerkrankungen im Darm
  • der Transport der Nährstoffe zu allen Zellen ist gesichert
  • Ausreichende Anzahl von Mitochondrien in der Zelle und ungestörte Energieproduktion und Kommunikation,
  • ausreichende Synthese von Glutathion zur Entsorgung der giftigen Stoffwechselprodukte und ein gut funktionierendes Immunsystem (Viren, Bakterien, Parasiten) in der Zelle
  • vom Energie- bzw. Sauerstoffverbrauch des Organismus.

Erläuterung: Jeder Mensch ist ein biologisch-chemisches und elektrisches Wesen. Täglich hat der Mensch einen Energiebedarf von 1000-2500 kcal und mehr. Durch die biologische Oxidation der Nahrung wird der Energiebedarf gedeckt. Die Nahrung wird im Magen Darm Bereich aufgearbeitet und mit dem Blutsystem zu den Zellen transportiert. In den Zellen findet die Zellatmung, biologische Oxidation oder innere Atmung statt. Die Mitochondrien sind der Motor für die biochemischen Vorgänge der Atmungskette. Am Ende entsteht Wärme und biochemische Energie (ATP Speicher).  Die Oxidation und Reduktion läuft gleichzeitig ab und hierbei werden Elektronen ausgetauscht. Das heißt die biologische Oxidation ist eine Oxidations-Reduktions-Reaktion (Redox). Z.B. stark vereinfacht: Der Sauerstoff, der Kohlenstoff und Wasserstoff reagieren zu Wasser und Kohlendioxid und dabei werden Elektronen ausgetauscht.

Problem: Es gibt also bei der Oxidation als Redoxreaktion eine gebende und eine nehmende Seite. Ein Reaktionspartner wird reduziert und muss Elektronen abgeben und der Andere oxidiert und nimmt Elektronen auf. Reicht es nicht, finden ständig Ausgleichsvorgänge statt. Bei vielen biochemischen Vorgängen in der Zelle, z.B. der Glycolyse, werden organischen Verbindungen Wasserstoffatome durch bestimmte Coenzyme (NAD, NADP, FAD) „entrissen“.

eletronen

Oxidationkette

zellwand
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Zellwandveränderung - Schädigung

Messung und Recycling: Durch die Messung des Milieuparameters Redoxpotential im Blut lässt sich der Redoxstatus feststellen. In der Praxis wird der Marker Glutathionspiegel verwendet.

Durch Glutathion werden oxidiertes Vitamin C und Vitamin E im Rahmen des Redoxrecycling in der Zelle regeneriert und wieder antioxidativ wirksam. Glutathion (GSH) ist ein Peptid, dass aus drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin gebildet wird. Es ist in fast allen Zellen in hoher Konzentration enthalten und gehört zu den wichtigsten als Antioxidans wirkenden Stoffen im Körper. Es wird durch Biosynthese vom Körper hergestellt. Glutathion kann vom Körper aus den Aminosäuren L-Glutaminsäure, L-Cystein und Glycin in einem zweistufigen Prozess synthetisiert werden.  Quelle Wikipedia
 

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