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Mikrobelebung durch fermentierten Mikronährstoffen

Fermentation und Gärung
Bokashi und Mykorrhiza‘s

Die Fermentation ist eine uralte biologische Methode, um organische Rohstoffe mit Hilfe von Milchsäurebakterien und anderen Mikroorganismen anerob zu vergären. Die Nutzung der Fermentation und Gärung geht über 5000 Jahre zurück und Ur-Völker nutzten sie vielfältig. Dabei findet eine biologische Umwandlung unter Ausschluss von Sauerstoff statt. Eine spezielle Form der Fermentation ist die Milchsäuregärung. Hier werden Milchsäurebakterien verwendet um Energie ohne Sauerstoff zu gewinnen. Bei der Fermentation wird mehr der Ansatz der Umwandlung durch Mikroorganismen betrachtet. Es gibt die Käsekulturen und Joghurtkulturen. Sie unterscheiden sich dadurch, dass Käsekulturen bei 28-32 °C sich optimal vermehren und die Joghurtkulturen zwischen 36-41 °C optimal arbeiten. Kommen beide zusammen, dann gibt es unter ihnen noch positive Synergien.

Am Bekanntesten sind die Sauermilchprodukte, wie die Sauermilch-, Kefir-, Joghurt- und Buttermilchproduktion. Die Milch wird mit Starterkulturen der Milchsäurebakterien gemischt und fermentiert. Ein zweiter bekannter Bereich sind die lactofermentierte Gemüse, wie Sauerkraut und Sauerteig. Im Futtermittelbereich findet die Silierung von Mais, Gras und anderen zu Silage statt. Dadurch werden die Futtermittel haltbarer. Der niedrige pH-Wert unterdrückt patogene Keime und konserviert das Futter.

Die Fermentation wird auch angewendet bei Teeblättern und Rohtabak, für technische Fermentationen der Biogasherstellung und speziellen Anwendungen in Bioreaktoren zur Produktion.

Bei der Gärung wird im Volksmund meistens die Umwandlung von Most in Wein, von Bierwürze in Bier, von Wein in Essig als Gärung bezeichnet. Die anaerobe Kompostierung von organischen Abfällen mit Effektiven Mikroorganismen wird in der Praxis als Bokashiherstellung bezeichnet. Das Wort Bokashi kommt aus dem Japanischen.

Der Magen-Darm-Trakt des Menschen arbeitet auch anaerob und unter Sauerstoffausschluss. Die Säugetiere werden weitgehend ohne Darmflora geboren. Mit den Geburtsvorgang findet eine Erstbesiedelung des Darmes mit den Milchsäurebakterien statt und durch das Trinken der Erstmilch (Colostrum) wird der weitere Aufbau der Darmflora gefördert. Mit der Zeit verändert sich die Zusammensetzung der Milch und passt sich dem Bedarf an.

In der Haus,- und Garten-Anwendung haben sich die Effektiven Mikroorganismen gut bewährt. Bei der Probiotika und Präbiotika Produktion werden sie als Starterkulturen verwendet oder reine Milchsäurekulturen genutzt. In der Praxis werden organische Kulturen fermentiert und die Inhaltsstoffe der Kulturen “vorverdaut”, so dass die Nährstoffe vom Körper sehr gut aufgenommen werden und unterstützend wirken. Zusätzlich wird der Magen- Darm-Trakt probiotisch mit Milchsäurebakterien stimuliert, so dass das Verdauungsfeuer besser funktioniert.

Die Kombination der positiven Eigenschaften von Bokashi und den Mykorrhiza‘s

Als Mykorrhiza werden die Bodenpilze bezeichnet, die in einer Gemeinschaft mit den Pflanzenwurzeln (Rhizosphäre) leben. Das Wort Mykorrhiza kommt aus dem Griechischen: mukês für Pilz und rhiza für Wurzel (Prof. Frank). Die meisten Pflanzenwurzeln leben in Symbiose mit diesen Bodenpilzen. Der Hauptgrund für die Symbiose ist der Nahrungsaustausch. Die Pflanze stellt den Mykorrhiza Kohlenhydrate zur Verfügung und im Gegenzug versorgt der Pilz die Pflanze mit mineralischen Nährstoffen, wie Phosphat, Nitrat und Ammonium sowie mit Wasser. Diese Nährstoffe können die meisten Pflanzenwurzeln nicht ausreichend aus dem Boden lösen und aufnehmen.  Die Mykorrhiza sind widerstandsfähiger in Stresssituationen, wie Kälte, Nässe und Trockenheit und ihnen schaden die Krankheitserreger des Bodens und damit auch der Pflanze weniger. Der Vorteil für den Bodenpilz ist der geschützte Lebensraum mit konstanten Bedingungen. Das verbessert die Bodenstruktur. In der Natur funktioniert die Symbiose selbstständig. Werden die Böden mit Pestiziden behandelt und falsch bearbeitet, wird der Prozess ständig gestört und eine neue Ausbildung viele Jahre behindert oder die Symbiose kommt nie zu Stande.