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Körpereigener Aufbau

Aufbau körpereigener Strukturen

Die Entwicklung der Lebewesen ging vom Einzeller zum Mehrzeller, was größere Lebewesen mit Organen und inneren Kreisläufen hervorbrachte. Jeder Bereich, jeder Kreislauf, jedes Organ, der Transport und die notwendigen Abgrenzungen waren in der biologischen Evolution - von Generation zu Generation - anspruchsvolle Aufgaben. Die unterschiedlichsten Arbeitsteilungen und Aufgaben erforderten Informations- und Regelungssysteme, die alle Ur-Grundbausteine nutzten, um den Mehrzeller Schritt für Schritt weiter zu entwickeln. Ur-Grundbausteine sind körpereigene Substanzen. Ein Immunsystem reagiert darauf nicht mit einer Immunantwort. So entstanden die Mikroorganismen, die Pflanzen und Tiere, sowie spezielle Formen in unterschiedlichste Regionen der Erde. Alle Lebewesen partizipieren in den großen Kreisläufen voneinander.

Im Eiweißstoffwechsel / Proteinstoffwechsel des Menschen werden die Nahrungseiweiße durch Transaminierung, Desaminierung und Decarboxylierung zu Aminosäuren umgewandelt und dabei entsteht Ammoniak (NH3) und Ammoniumionen (NH4), was durch spezielle Proteine gebunden wird und über den Harnstoffzyklus und den Stuhlgang abtransportiert wird. Die sogenannten Stickstoffabfallprodukte sind normaler "Stickstoffabfall" und entstehen bei der Verdauung von 0,5g bis 1,0g/kg Körpergewicht pro Tag. 75 kg Körpergewicht entsprechen 37,5g bis 75g Eiweiss am Tag. Sportler oder körperlich hochbeanspruchte Personen können bis 1,4g/kg Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen. Es kommen noch hinzu der Eiweißbedarf (ca. 70%) , der durch Drüsen, Zellen und abgegebene Sekrete ausgegliechen werden muss. So liegt der Bedarf des normalen Menschen zwischen 65g und 130g pro Tag. Davon werden 90-95% je nach Verdauungsbedingungen bei normaler Eiweißverdauung mit genügend Magensäure aufgenommen.

Die Zielsetzung dieser Seite ist es zu erklären, warum wird die Nahrung in ihre Ur-Grundbausteine zerlegt und abgebaut? Welche Vorteile hat der Abbau und wieder Neuaufbau? Wie wird körperfremde Nahrung zu körpereigenen Mikronährstoffen?

Antwort: Nahrung liegt immer in körperfremder Form vor. Jedes Lebewesen benötigt körpereigene und nicht körperfremde Strukturen für seine Informations- und Regelungssysteme. Es muss zwischen Eindringling und Körpereigen, also Gut und Böse unterscheiden können. Erst in der Ur-Grundbausteine Form wird unsere Nahrung körpereigen, sonst würde unser Immunsystem mit seiner Immunantwort darauf reagieren. So werden mit der Befruchtung Schritt für Schritt neue körpereigene Strukturen aufgebaut und dies setzt sich ein Leben lang fort.

Ur-Bausteine Enzyme Hormone Rezeptoren aus Aminosäuren

Da jedes Lebewesen ein Teil des Ganzen ist und die Ur-Grundbausteine (körpereigene Mineralien, Aminosäuren, Vitamine und Wasser) das Gemeinsame, um aus ihnen die Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere hervorzubringen. Dabei sind in der biologischen Evolution die Mikroorganismen zu einem Teil der Ur-Grundbausteine geworden und aus heutiger Sicht die kleiner Helfer der Evolution. Mehrzeller und hochentwickelte Lebewesen brauchen innere körpereigene Informations- und Regelungssysteme, die nur über die körpereigenen Ur-Grundbausteine aufgebaut werden können. Chemische Mineralien sind erst einmal körperfremd und werden nicht gut aufgenommen. Hier der Abbau und Aufbau körpereigener

  1. Mineralien - zu chelatisierten Mineralien mit Aminosäuren - Höchste Bioverfügbarkeit
  2. Peptide - zu kurzen Proteinketten aus Aminosäuren
  3. Proteine - zu normalen Proteinketten aus Aminosäuren
  4. Enzyme - zu großen Proteinketten aus Aminosäuren
  5. Neurotransmitter - Botenstoffe aus Aminosäuren oder Derivaten von Aminosäuren, auch Cholin
  6. Hormone sind Botenstoffe in Drüsen und Gewebe produziert aus Aminosäuren
    1. Kreisläufe (Zuckerstoffwechsel, Fettstoffwechsel), Nahrungsaufnahme

    2. Gleichgewicht Darm Homöostase
    3. Entwicklung Sexualität und Verlangen
    4. Menstruationszyklus der Frau
    5. Knochenaufbau
    6. Muskelaufbau
    7. Mentale, geistige Aktivität
    8. Reaktionskreislauf Angst und Stress
    9. Regelkreis Schilddrüse und Blut
  7. Rezeptoren - Reaktion auf bestimmte Reize

Die Zuständigkeiten und Funktionen der körpereigenen Proteine sind auch der Strukturaufbau, die Speicherung, die Abgrenzung, der Transport, die Bewegung und die Abwehr.

Ein wichtiges Beispiel Vitamin B12 Transport und Proteine:

Das Vitamin B12 wird über die Nahrung aufgenommen und wird so schnell wie möglich an Proteine gebunden. Im Mundspeicher ist das erste Protein Haptocorrin, was das B12 bindet und später schützt vor der Magensäure. Wird Methylcobalamin mit hoher Konzentration zu sich genommen, gelangt schon ein Teil Vitamin B12 über Schleimhäute im Mund ins Blut. Falls es Probleme mit der Verdauung gibt kann über diesen Weg etwas B12 aufgenommen werden. Das von den Mundspeicheldrüsen aufgebaute Protein Haptocorrin (HC) wird in der Fachwelt auch als Transcobalamin I oder R-Protein bezeichnet.

Das gebunden Vitamin B12 kommt im Magen an und hat nun den ersten Kontakt mit der Magensäure. Im Magen wird Vitamin B12 aus den Proteinkomplex durch die Salzsäurebedingungen herausgelöst und verbindet sich nun direkt mit Haptocorrin bis es vom zweiten Protein der Bauspeicheldrüse den Pankreasproteasen wieder abgespalten wird. Danach kann es vom dritten Protein den Intrinsic Factor (IF) übernommen wird. Das dritte Protein Intrinsic Factor (IF) schützt das Vitamin B12 im Dünndarm bis zu den Übergabe und Aufnahme ins Blut. Es sind noch mehrere Proteine beteiligt bis das Cobalamin letztendlich im Blut angekommen ist. In der Biochemie ist der Prozess genau erforscht. Ob es 10 Proteine oder mehr als 100 Proteine sind, die den Weg bis zu Aufnahme begleiten, wissen nur Spezialisten.

Die Darstellung Vitamin B12 soll zeigen, dass sehr viele Proteine - gebildet aus vielen Aminosäuren - in unserem Körper steuern und regeln. Unsere Eiweißverdauung liefert die Aminosäuren und muss funktionieren. Die ausreichende Magensäure pH-Wert unter 2,5 bis 2,0 und der Start mit Pepsin ist gewährleistet, da sonst viele Steuerungen und Regelungen nur unzureichend bis gar nicht funktionieren.

Machen sie ihren persönlichen Test Magensäurebedarf und Eiweißverdauung

  1. Rote Beete essen und wenn Urin rötlich ist. - wahrscheinlich
  2. Nach dem Essen stark müde. - wahrscheinlich
  3. Stärkeres Völlegefühl und Druck. - viele Interpretationen möglich
  4. Blähungen und starke Winde. - viele Interpretationen möglich
    auch bei Umstellungen von Essen möglich